Smartes Gadget für dein Handgelenk

Den originalen Bericht bei O2 könnt ihr hier ansehen oder entsprechend downloaden.

Kurzum

Daten und Fakten

Wir wollen hier im Vorfeld nur mal kurz die Eckdaten der Apple Watch Series 2 mit dem ersten großen Wurf in Vergleich setzen und die Ausmaße uns näher ansehen

@ computerbild.de

Im Gegenteil zu der Series 1 hat Apple in beiden Größenkategorien noch eine edlere Version herausgebracht und beglückt uns mit einer Keramik-Variante in elegantem weißem Gehäusedesign.

Des Weiteren habt ihr nun die Wahl zwischen insgesamt 4 verschiedenen Editions.

  • Apple Watch
    • Aluminium­gehäuse mit Sportarmband oder Armband aus gewebtem Nylon
    • Edelstahlgehäuse mit Sportarmband, Edelstahlarmband oder Lederarmband
  • Apple Watch Nike+
    • Aluminium­gehäuse mit Nike Sport­armband
  • Apple Watch Hermès
    • Edelstahlgehäuse mit Hermès Armband
  • Apple Watch Editon
    • Keramikgehäuse mit Sportarmband

Was die weiteren Specs angeht so gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu berichten.

Die Uhren haben grundsätzlich einen eingebauten WLAN-Chip, sind natürlich Bluetooth 4.0 fähig, und haben einen internen Arbeitsspeicher von 512 MB. Der zur Verfügung stehende Speicherchip kommt bei beiden Versionen der Uhr auf 8GB. Allerdings muss ich hier erwähnen, dass für den Nutzer dieser nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht. Den meisten Platz benötigen leider das Betriebssystem und die entsprechenden Apps. So steht euch für Musik nur 2GB und für Fotos 75MB zur Verfügung. Nicht gerade bombastisch wie ich finde, aber wenn ihr das Cloud-System und die Spiegelung deines iPhones nutzt reicht es völlig aus.

Bezüglich des Displays kann ich noch sagen, dass dieses selbst bei extremen Lichtverhältnissen durchaus an die 1000 Nits Leuchtdichte herankommt. Der integrierte Lichtsensor werkelt dabei tadellos und sorgt für ein absolut stromsparendes Ergebnis. Somit steht euch auch im Sommer dem Blick auf die Uhr nichts im Wege. Noch ne Kleinigkeit am Rande. Apple hat das Display mal ordentlich aufgedreht und dafür gesorgt, dass ihr nun mit einem 2x hellerem Licht angestrahlt werdet, als es noch bei der 1. Generation der Fall war.

Die Druckempfindlichkeit des Displays ist ansonsten gleichgeblieben. Allerdings muss ich mal wirklich sagen, dass das Display bzw. die Bewegungen vor allem beim Wechsel eines Ziffernblatts nicht immer tadellos funktionieren. Da wischte ich teilweise vergebens und musste quasi schon fast festdrücken damit ein Wechsel stattfand, oder ich musste ein paar Mal die gleiche Wischbewegung ausführen. Ich kann nicht sagen, ob es nur an meinem Testgerät lag oder allgemeines Problem ist. Finde ich nicht gerade prickelnd.

Design & Eindruck 

Inhalt

Als das Paket von O2 kam, war ich etwas sehr verdutzt, muss ich gestehen, also nicht das ich ein Paket bekam, ne, sondern über die Ausmaße. Es war in einem länglichen Karton, und da dachte, öhm, Stop, das iPhone kenne ich in einer kleinen Schachtel und die Uhr, hm, müsste doch eigentlich auch etwas kleiner gefasst sein.

Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die Watch kommt tatsächlich in voller ausgebreiteter Form bei euch an, und zwar in einer länglichen Kartonage. Echt krass, dachte ich mir. Aber ok. Vom Design der Verpackung her orientiert sich Apple ganz an seinen Smartphones und hält die Schachtel in einem schlichten eleganten Weiß. Allerdings ist keine Abbildung oben drauf, sondern das Apple Logo mit dem Schriftzug Watch. Schon alles schick wie ich finde.

Im Inneren der Box werdet ihr erst mal mit einem kleinen Karton mit Fach begrüßt, so eine Art Einstecker, denn in diesem befinden sich die Garantiebestimmung, eine Kurzbeschreibung und man lese und staune ein weiteres Armband, allerdings nur eine Hälfte (nämlich die mit den Löchern). Denn im Vergleich mit dem bereits an der Uhr befestigten Teil ist dieses bedeutend kürzer und ihr könnt dieses locker flockig gegen einander austauschen, wenn der Bedarf da ist.

Darunter folgt dann die Uhr in ihrem eleganten Design, aber die wollen wir gleich noch weiter in Augenschein nehmen. Durch Laschen könnt ihr, nach dem die Uhr dann ihren Platz geräumt hat, das Zubehör befreien. Hier spendiert Apple ein USB-Netzstecker und ein für mich echt schickes magnetisches Ladedock für die Uhr. Vorbei mit irgendwo nen Lightning-Kabel reinstecken oder so, nee, zum Laden legt ihr euren neuen Freund einfach auf den Magneten und schon pumpt sich das Dingen mit Strom auf. Also haben hier die kalifornischen Sunnyboys and girls mal krass in die Kiste gegriffen und ne schicke drahtlose Energieübertragung, also Induktionsladung, spendiert. Genial, wie ich finde, allerdings ist dieses nichts Neues, denn dieses Dock war auch bereits mit der ersten Generation der Watch ausgeliefert worden. Ansonsten ist die Verpackung nicht weiter spektakulär.

Form

So nun widmen wir uns dem Eigentlichen zu. Der Apple Watch und betrachten diese mal genauer.

Beim ersten Mal in die Hand nehmen, dachte ich, oh mein Gott, ich habe vergessen meine Muskeln zu trainieren, also dat is mal nen Klopper. Und so etwas trägt man am Handgelenk. Ich war einfach überwältigt von dem mega Gewicht und dachte mir, also lange kannst du die Uhr nicht mit dir am Handgelenk rumschleppen. Und dann noch diese Ausmaße. Die Watch hat wirklich einen echt heftigen Body wie ich finde und wirkt im ersten Moment überhaupt nicht elegant und stilvoll, eher wie klotzig.

Aber nach dem ich sie mir mal geschwind umgeschnallt hatte, geschwind ist gut. Hier musst du schon echt vorsichtig sein, denn durch das erhöhte Eigengewicht ist sie mal schnell beim Umwickeln aus der Hand gefallen, war ich echt beeindruckt. Das Gewicht verlor sich sehr schnell und es wirkte absolut nicht mehr klobig. Durch das Standard-Sportarmband war sie sehr schnell fixiert. 

Was die Form angeht, so muss ich sagen, bin ich bis heute nicht wirklich von dieser viereckigen Art der Uhr überzeugt. Ich verbinde eine Uhr eher mit einem runden Gehäuse, und da bringen mich auch die unterschiedlichsten Ziffernblätter, wie Chronometer oder so nicht in Verzückung und versetzen mich in Euphorie.Was das Design angeht so gefallen mir einige andere Hersteller wie Motorola, Fossil, Nokia deutlich besser. Diese kommen eher einer klassischen Uhr nahe.

Bei dieser Uhr hast du irgendwie immer das Gefühl, und das bis heute, du hast etwas anderes als eine Uhr am Handgelenk. Es fühlt sich eher an wie ein Fremdkörper. Nur sehr schwer gewöhne ich mich an diese Uhr. Je länger ich diese aber trage, umso besser wird diese Gefühl und ich muss jetzt sagen, jetzt will ich sie nicht mehr missen (schade Testgerät).

Die Vorstellung von Uhren ist ja Gottseidank immer individuell so kann jeder von euch selber entscheiden, ob er eine eckige Uhr mit „runden“ Zifferblätter haben möchte oder nicht.

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung dieser Uhr hat Apple wieder grandiose Leistung vollbracht. Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Alles ist völlig sauber und absolut kantenfrei einpasst. Wie bei den Smartphones habt ihr den Eindruck, die Uhr ist aus einem Guss gefertigt.

Die „Dock“-Taste und die Krone sind absolut frei von jeglichen Wackeln und Zittern. Bei der Krone habt ihr überhaupt nicht das Gefühl, die wäre schlicht weg nur draufgesteckt. Sie ist in das Gehäuse quasi eingelassen und ist kein störendes Drehrädchen zum Zeiteinstellen.

Selbst der Druckmechanismus der Krone, und der Taste sind klasse und haben eine richtig schöne Druckempfindlichkeit. Die Bedienung der Software und der Apps über diese beiden Teilchen ist grandios.

Die Tasten für die „Entriegelung“, den Wechsel der Armbänder auf der Rückseite der Uhr sind dagegen sehr winzig und ich finde nicht gut einzudrücken (teilweise nur mit Fingernagel). Diese sollten eher leicht erhaben sein um mit dem Fingerballen besser gedrückt zu werden. Die Fassung für die Armbänder greift sofort zu und lässt das Armband kaum mehr los. Also echt top.

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Allerdings muss ich sagen, ist ein Wechsel der Bänder eher nur im ausgeschalteten Zustand zu empfehlen. Denn durch die umgedrehte Uhr und dem Drücken auf die Schnapper, kann es sehr schnell passieren, dass unbeabsichtigt auf der Vorderseite auf das Display gedrückt wir und somit ungewollte Aktionen ausgelöst werden.

Die Augen des Herzfrequenzmessers und was da noch so alles verbaut ist, sind in einer minimalen Erhöhung auf der Rückseite randlos eingefasst und stören überhaupt nicht auf der Haut bzw. beim Tragen. Ihr spürt nichts davon, dass ihr untersucht werdet. Echt klasse.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Krone sind zwei kleine Löcher  und zwei mini Schlitze angebracht. Diese stehen für das Micro und den Lautsprecher. Wie empfindlich die auf Staub und so reagieren kann ich im Moment nicht sagen, aber ich denke es hält sich in Grenzen.

Kommen wir nun zum Armband. Das in meinem Testpaket beigefügte Sportarmband ist wirklich von sehr guter Qualität und lässt sich sehr angenehm tragen. Der Pinöpel für die Lasche zum fixieren des Armbands drückt sich hervorragen durch und hält echt bombensicher. Im ersten Anlauf hatte ich schon befürchtet, dass dieses nicht gerade fest sitzt und sehr schnell lösen wird, aber so nach dem fast 40 Tagen tragen, muss ich sagen, dass das Armand keine Anstalten macht flöten zu gehen.

Interessant ist, dass für den tollen Halt, die eine Seite unter die andere Seite geschoben wird. Hier hatte ich schon gedacht, diese Art würde eher negativen Druck auf der Haut ausüben, aber nö. Alles jut, soweit. Selbst beim Sport verspüre ich keinerlei unangenehme Druckstellen. Auch bei erhöhtem Schweiß auf der Haut, wirkt das Tragen der Uhr nicht belastend. Was ich allerdings festgestellt habe, dass die Uhr beim eher festeren Tragen (also nicht zu fest, eher normal) leichte Druckspuren auf der Haut hinterlässt. Lockere ich sie ein wenig, bzw. wähle ich ein Loch weniger zum Fixieren, schlackert die Uhr eher schon etwas durch die Gegend. Naja also ganz so toll ist es irgendwie nicht. Aber wer weiß wie sich andere Armbänder schlagen lassen.

Bei den Armbändern habt ihr ja freie Auswahl, und könnt euren Geschmäckern freien Lauf lassen. Apple bietet zahlreiche Armbänder in den unterschiedlichsten Materialien an. Allerdings sind die ja nicht gerade ein Schnapper. Hier sollte der Hersteller endlich mit den Preisen runtergehen, die sind absolut nicht angebracht. Die Teilchen gibt es von 59,00€ bis unschlagbare, ne unfassbare 609€. Ey man, dat is ein Armand, echt unglaublich. Also da würde ich glatt, und dieses Mal ist es wirklich eine Ausnahme, eher auf alternative Armbänder anderer Hersteller zurückgreifen. Aber entscheidet selber.

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