Technik

Akku

Schauen wir uns mal die Lebenszeit eures neuen Begleiters an. Es gibt viele Testberichte die alle unterschiedliche Aussagen über die Kapazität des Akkus machen. Grundsätzlich ist natürlich zu sagen, dass die Laufzeit sich von dem täglichen Nutzen eurer Uhr abhängt. Bei eurer normalen Nutzung der Apple Watch als stinknormale Uhr werdet ihr locker die zwei Tage vollends erreichen können.

Wenn ihr allerdings die Uhr regelmäßig für sportliche Aktivitäten, die „kurz-Kommunikation“ oder vielleicht sogar für das Abspielen von Musik nutzt, werdet ihr wohl oder übel gezwungen sein, am Abend die Uhr direkt an die Ladestation zu knallen. Wenn wir mal bei dieser Situation bleiben werdet ihr auch keine Möglichkeiten haben eure Watch für die Analyse eures Schlafrhythmus in Anspruch nehmen zu können, denn sie liegt ja auf dem Dock. Und wenn ihr morgens dann aus den Federn springt, werdet ihr sie gleich wieder ums Handgelenk schmeißen. Also hier müsst ihr euch dann entscheiden, was wichtiger für euch ist.

Aber ich muss wirklich sagen, ich bin echt positiv überrascht. Da die Uhr für mich ja ein völliges neues Gadget ist, habe ich natürlich erheblich mit dieser experimentiert. Dieses schloss im Prinzip ein, dass ich ständig irgendwelche Einstellungsänderungen vorgenommen oder Apps permanent geöffnet habe, die sportlichen Aktivitäten wurde natürlich auch durchgeführt, und vieles mehr. Aber die Uhr hielt.

Die Uhr hielt verdammt lange muss ich sagen. Trotz dieser erheblichen Belastungen, vor allem zu Beginn des Testes, hatte ich durchschnittlich abends vorm Schlafen noch fast 40-50% der Akkulaufzeit auf der Uhr. Und dieses Ergebnis hat mich wirklich überzeugt, muss ich gestehen.

Also was ist die Quintessenz aus der ganzen Geschichte: ihr solltet euch bei der Nutzung versuchen einzuschränken und versuchen so viel Lebenszeit heraus zu kitzeln, wie es geht. Wenn ihr noch mehr herausholen wollt, so könnt ihr euch an einfache Dinge halten und versuchen, den Stromverbrauch entsprechend zu reduzieren. Hier könnt ihr mal einen Blick auf einen Bericht von curved.de schmeißen. Allein die Veränderung bzw. die Wahl des richtigen Ziffernblattes kann erhebliche Verbesserungen erzielen.

Sensoren

So jetzt etwas mehr zur Verbauten Technik, bzw. zu den Sensoren.

1. GPS-Sensor

Die sogenannte „fortschrittlichste Apple Watch“ (lt. Apple) ist mit dem lang ersehnten integrierten GPS Sender ausgestattet. Somit wird es euch ermöglicht Entfernungen, Geschwindigkeiten und Schritte aufzuzeichnen und über die jeweilige App (z.B. bei den Aktivitäten) darzustellen. Dat bedeutet, für diese Aufgaben seid ihr von nun an völlig losgelöst vom iPhone und könnt das Gerät entsprechend zu Hause lassen. Zahlreiche Apps für die sportliche Betätigung können diesen Sensor direkt nutzen, so springen z.B. die Apps von Runtastic auf diese Geschichte richtig gut an.

Jetzt braucht ihr keine Panik mehr zu haben, wenn ihr zu Hause eurer Smartphone verbummelt und nicht gleich zur Hand habt, wenn der Sportgeist zum Ausdauertraining nach Draußen schreit. Ihr könnt auch ohne das Telefon mit zunehmen eurem Sport nachgehen und habt die Hände freie. Falls Ihr dennoch das Gerät mal mitschleppen wollt, beachtet bitte, dass wenn die Apple Watch das iPhone findet und sich verbindet, diese auf das GPS des Telefons zurückgreift und somit teilweise Strecken anders aufgezeichnet werden können. So ist es bei manchen Usern wohl schon vorgekommen, dass die Strecken plötzlich unterschiedliche Längen hatten, obwohl jedes Mal die gleiche Distanz gelaufen wurde. Hm. Also bitte seid nicht zu pingelig mit den Ergebnissen.

2. Herzfrequenzsensor

Solch eine smarte Uhr wäre nicht nur ein schöner Begleiter des Sports, wenn er nicht auch die Herzfrequenz für euch ermitteln oder euch zum richtigen Atmen animieren würde. Wenn ihr zum Beispiel die Workout-App startet wird die kontinuierliche Aufnahme des Taktes eurer Pumpe während des gesamten Trainings aufgezeichnet. Aber ihr könnt auch jederzeit manuell eine Messung über die eigene App beginnen, hierfür die App auf der Uhr aufrufen und einfach die Messung direkt am Handgelenk starten.

Aber auch während der Ruhephase werdet ihr stets mit eurer Watch überwacht und so wird in der Zeit, in der ihr euch nicht mit de Pöppes bewegt, den gesamten Tag hinweg die Herzfrequenz im Hintergrund protokolliert. Die Ergebnisse könnt ihr dann in der Health-App auf dem iPhone einsehen. Seid nicht überrascht auch eure Wutausbrüche werden akribisch notiert (grins).

Für eine reibungslose Messung ist allerdings erforderlich, dass der Sitz der Uhr am Handgelenk optimal ist. Denn nur vom Gebaumel an der Hand kommt nicht der Puls angerannt. Das will sagen, Eure Apple Watch sollte schön um euer Handgelenk festgezurrt sein und nicht durch die Gegend wackeln, aber auch nicht zu fest, dass sie sich sonst in eure weiche Haut einprägt.

Wenn ihr genau wissen wollt wie die Sache mit der Messung der Herzfrequenz genau funzt, könnt ihr bei Apple direkt reinschauen und euch beleuchten lassen. Ist wirklich sehr interessant, das Ganze. Vor allem was ein schickes Tattoo auf der Haut anrichten kann, also bezogen auf die Pulsmessung. Echt lehrreich.

Ich hatte hier im Text auch das Atmen angesprochen. Ja, auch dafür gibt es eine App. Dieses smarte Etwas soll euch dazu animieren, mehr einen Fokus auf Körper und Geist zu legen, um somit die Sinne zu schärfen und den Körper zu entspannen. Über die Apple eigene App Atmen werdet ihr zu vorher festgelegten Zeiten dazu aufgefordert, euch für eine bestimmte Minutenanzahl nicht zu bewegen und mal ein paar ordentliche Luftschnapper vorzunehmen. Probiert es aus, ist wirklich sehr interessant und doch sehr wohltuend, wie ich finde. Also nicht gleich nen dicken Hacken dran machen und ab zur nächsten App, auch mal testen und sich drauf einlassen. Immer unter dem Motto: alles nur für die Gesundheit

3. Beschleunigungssensor

Als Beiwerk bei der Erklärung der Sensoren für die Herzfrequenz wird öfters mal ein weiterer Sensor genannt, und zwar der Beschleunigungssensor. Mit diesem können bei bestimmten Tätigkeiten und körperlichen Aktivitäten unter anderem der Kalorienverbrauch, die zurückgelegten Entfernungsmeter oder z.B. beim Schwimmen im Pool die abgeschlossenen Bahnen berechnet werden. Aber auch bei anderen sportlichen Belastungen, wie Laufen auf dem Laufband etc. werden Messungen über diesen Sensor vorgenommen. Also so ganz uninteressant und unwichtig ist dieses Dingen nicht, ich finde er ist mit das Wichtigste.

Im Grunde werden bei allen Aktivitäten die unterschiedlichsten Sensoren einzeln oder in Kombination verwendet um euch die entsprechenden Ergebnisse aufs Butterbrot zu schmieren und euch dazu zu animieren, noch weiter Gas zu geben und eure Gesundheit auf Vordermann zu bringen.

Sonstiges

1. Wasserdichtigkeit

Deine Watch ist auch beim Schwimmen und Tauchen ein guter Begleiter. Vorbei mit den Zeiten in denen ihr eure Uhren abgelegt und erst dann den Sprung ins kalte Nass riskiert habt. Apple spendiert uns hier eine schöne Wasserdichtigkeit bis zu 50m und somit sollte für jeden die ausreichende Tiefe auch mit der Uhr erreichbar sein, aber beachtet bitte die maximale Drucktiefe. Genial wäre natürlich noch, wenn Apple ganz tief in die Trickkiste greifen würde und einige Merkmale von Taucheruhren einbinden würde. Allerdings, vermute ich, würde der Preis ohne Ende in die Höhe schnellen, also hier am besten eine separate Uhr produzieren. Naja bleibt wohl eher ein Hirngespinst.

Was aber noch eine riesen Tat von Apple war, ist, dass sie extra für diese wasserdichte Uhr einen neuen Lautsprecher aus dem Boden gestampft haben. Denn, so beschreibt Apple das, braucht ein Lautsprecher grundsätzlich Luft um Klang zu erzeugen, aber da der Lautsprecher sich nicht versiegeln kann und somit Probleme im Wasser haben würde, kam die Idee, diesen entsprechend neu zu konzipieren. Er lässt Wasser herein und nutzt dann Schallschwingungen, um diese dann wieder herauszudrücken. Somit habt ihr auch immer im kühlen Nass nen Ton von der Hand. Wat sagt ihr jetzt? Genial oder?

Leider habe ich es nicht geschafft entsprechende Workouts im Wasser durchzuführen, aber seit selber aktiv und taucht ab, bzw. nutzt die Wasserdichtigkeit für die sie gedacht ist und schwimmt ein wenig im offenen Wasser, oder im Pool oder von mir aus auch in der Badewanne. Der eigentliche Sinn liegt bei diesem Schutzstand der Wasserdichtigkeit, aber vor allem in  den alltäglichen Reinigungsritualen oder Wassersportübungen und nicht unbedingt beim dichthalten bei irgendwelchen Tauchvorgängen.

Übrigens die App Training hat da sogar zwei Sportmodis für die offene See und das heimische Becken parat, über die ihr dann entsprechend eure Strecken genau tracken könnt. Einfach mal testen, aber ihr solltet wohl Geduld mitbringen, denn das Tracken passt sich eurem Schwimmstil an und je öfter ihr die Watch im Wasser nutzt, umso genauer werden nachher die Ergebnisse.

Was noch zu erwähnen ist, dass bei einem Workout für das kühle Nass, das Display automatisch gesperrt wird. Diese Funktion soll dazu dienen, dass Wassertropfen, oh ja sie sind wirklich sehr schwer, nicht versehentlich andere Apps auf der Uhr ungewollt öffnen. Nach Rückmeldung von anderen Testern, ergab sich, dass ihr am besten zum Beenden eines Workout dieses eher am Beckenrand vornehmt, um entsprechende Fehlbedienungen zu vermeiden, denn dafür müsst ihr wohl die Krone ein paar Mal drehen. Wenn die Uhr die Unterbrechung bzw. den Stopp geschnackelt hat, gibt die Uhr euch das mehrfach durch einen Ton zu erkennen.

Diese automatische Schutzfunktion könnt ihr auch manuell, zum Beispiel wenn ihr  mal wieder unter die Dusche springt, auslösen. Hierfür gibt, es wie beim iPhone auch, ein sogenanntes ControlCenter, welches ihr bei Anzeige der Uhrzeit auf dem Display von unten nach oben wischt. Um entsprechend diese Funktion dann einzuschalten, einfach auf das rechts unten in der Ecke angebrachte Tropfen-Symbol klicken und angenehm das Wasser fließen lassen.

Hinweise  und Tipps zur Wasserdichtigkeit von  © curved.de.

Seiten: 1 2 3