Deine Sicherheit sollte ja stets bei dir im Vordergrund stehen, auch im Zeichen des Smart Home, hier wird Netatmo Welcome dir eine große Hilfe sein. Netatmo Welcome – Einrichtung

Was dich erwartet

Im Unboxing – Video habe ich dir ja schon auf die schnelle, das super wichtige Teilchen für dein Zuhause vorgestellt. Heute beschäftigen wir uns mit der Einrichtung der Welcome von Netatmo, der Indoorkamera mit Gesichtserkennung.

Also ich muss wirklich sagen, echt ein klasse zuverlässiges Teilchen, welches recht zügig eingerichtet werden kann. Zu erst bist du aufgefordert etwas sehr schwieriges zu erledigen. Du musst die App Security von Netatmo aus deinem App-Store herunterladen. Wenn du das geschafft hast, bist du deiner Sicherheit einen riesen Schritt näher gekommen. Öhm. Ok, bleiben wir mal ernst. Also lad dir die App aus dem Store; wenn du bereits über einen Netatmo-Account verfügst, kannst du diesen hier ebenfalls verwenden, ansonsten musst du eben auf die schnelle einen anlegen.

Ach ja, die Installation kann wohl auch über eine Web-App, also am PC oder Mac erfolgen. Eine App für die Windows Phone ist derzeit noch nicht erhältlich.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass diese Kamera im Hellen, sowie im Dunkeln Videos mit Ton bei sämtlichen Bewegungen im Erfassungskreis von 130 Grad aufnimmt. An der richtigen Stelle positioniert erkennt sie, dank der Gesichtserkennung wirklich die einzelnen Bewohner an deren Konterfei. Allerdings braucht die Kamera wohl doch einige Bilder um die Person im Vorfeld in den Einstellungen vernünftig zu definieren. Das bedeutet, du wirst wohl öfters als unbekannte Person eingestuft und musst dich dann entsprechend identifizieren. Aber geht alles recht zügig von der Hand.

Eines ist bei der Aufnahme bei Bewegung noch zu erwähnen. Wer Haustiere in seinen Vierwänden hält, wird wohl nicht wirklich Spaß mit der Welcome haben. Wie du schon vermutest, wird diese entsprechend regelmäßig Alarm schlagen.

Die App für die Steuerung ist wirklich sehr schlicht und einfach gehalten, und vor allem sehr eindeutig. Allerdings finde ich in den Einstellungen die Setupmöglichkeiten der Kamera, etc. erst in ziemlich unteren Ordnern wieder – Einstellungen – Dein Zuhause auswählen – dann die jeweilige Kamera – Dann Kamera-Einstellungen – Hmmm.

Sehr schade, finde ich von der aktuellen Version der Welcome, dass ich diese nicht mit anderen Smart Home Gagds, außer den Tags von Netatmo, nicht koppeln kann. So könnte man ja grundsätzlich regeln, dass wenn innerhalb meines Aufenthaltes in der Wohnung die Überwachung ausgeschaltet bleibt (derzeit mit der Welcome möglich) aber beim öffnen und verlassen der Wohnung diese entsprechend automatisch eingeschaltet wird. Dafür müsste die Kamera aber auch kompatibel zu etlichen Herstellern sein, z.B. über HomeKit.

Aber alles in Allem ist die Welcome wirklich ein klasse Produkt. Selbst die Nutzung von Unterwegs ist kein Problem.

Was ich allerdings sehr schlecht finde, dass ich aus der App heraus, sowie aber auch über das Webportal, die SD-Karte nicht löschen kann. Dieses bedeutet, dass all deine Aufnahmen bis zu einem gewissen Punkt dort verbleiben und eventuell irgendwann überschrieben werden. Du kannst nur in der App im Zeitstrahl des jeweiligen Tages die einzelnen erkannten Videosequenzen händisch löschen. Mir ist aber nicht bekannt, ob damit auch die Aufnahme auf der SD-Karte gelöscht wird oder nur das Ereignis in der App. Ach ja, und die Speicherung auf der eingesteckte SD-Karte hat natürlich noch den Nachteil, wenn diese Welcome geklaut werden sollte, sind all deine Aufnahmen verloren. Hm. Nicht wirklich prickelnd, aber dafür kannst du ja wählen ob eine Speicherung alternativ in der Cloud (Dropbox) oder auf einem FTP-Server erfolgen soll.


Gerät hinzufügen

Die Einrichtung der Welcome erfolgt, wie bereits erwähnt eigentlich über die App Security von Netatmo. Eigentlich; weil du dieses ja auch über die Web-App erledigen kannst. Die einzelnen Schritte sind bildlich dargestellt und wirklich easy. Ganz witzig, ist die Geschichte, dass du die Kamera mal auf den Kopf stellen sollst.

Erste Schritte

Wenn alles erledigt ist und du der Welcome einen Namen verpasst und ihre Heimat definiert hast, kannst du mit den „ersten Schritten“ loslegen.

 


Die Einstellungen

Die erste Einrichtung der Kamera bezieht sich vor allem auf die Funktion der Videoaufnahme.

Unter dem Punkt Einstellungen anpassen wirst du aufgefordert, zu definieren, wann eine Person von der Cam als nicht anwesend betrachtet werden soll. Hier kannst du allerdings nur über eine manuelle oder über eine Leiste eine Zeit zwischen 1 und 12 Minuten auswählen. Dieses finde ich nicht wirklich sehr toll. Denn es kann ja auch schon mal sein, und dieses ist doch sehr häufig bei mir, dass ich längere Zeit (45 Min und mehr) am Mac sitze und nicht an der Kamera vorbei laufe, aber trotzdem bin ich ja anwesend. Somit macht diese Einstellmöglichkeit für mich keinen wirklich Sinn. Interessant wäre es wenn, das Teilchen eine GPS-Ortung besitzen würde die dich bei fehlender Ortung automatisch als abwesend ansehen würde. Naja, vielleicht bei der nächsten Version, vermutlich wird ja mal eine Neue entwickelt werden.

Die weiteren Punkte beschäftigen sich mit den Unbekannten Gesichtern und der Bewegungserkennung. So kannst du entscheiden, ob z.B. unbekannte Gesichter grundsätzlich immer oder nur dann wenn du nicht zu Hause verweilst aufgezeichnet werden sollen. Ähnliche Entscheidung ist dann bei der Bewegung zu treffen. Ergänzend ist noch zu erwähnen, dass du für jede erkannte/bekannte Person in dem jeweiligen Profil entscheiden kannst, ob bei Erkennen grundsätzlich auf eine Aufnahme verzichtet werden soll. Sehr schöne Sache, wie ich finde.

Eine sehr schöne Geschichte ist aber auch die Möglichkeit, dass die Kamera bei z.B. Auslösen irgend eines anderen Melders (z.B. Rauchmelder) sich automatisch einschaltet. Auch hier kannst du wählen, ob du in diesem Fall darüber informiert werden willst, und die Aufnahme gestartet werden soll.

Der letzte Punkt beschäftigt sich mit der Zusammenfassung von Ereignissen zu einer Meldung.

In der Einstellung der Kamera sind doch noch sehr wichtige Punkte zu finden. Denn hier taucht zum Beispiel der Punkt auf, ob du bei Live-Aufnahmen anwesenden Personen und Gesichtern durch eine rote LED-Leuchte signalisieren möchtest, dass du denen gerade über die Schulter siehst oder nicht. Sehr interessant, wie ich finde, denn ein ungebetener Gast muss ja nicht gleich mitbekommen, das ich ihn sehen. Ansonsten kannst du noch die Spiegelbildfunktion und das Mikrofon einschalten. Ach ja nen Sicherheitscode für die App ist auch noch einstellbar.


Wer bin ich

Als besonderes Schmankerl ist die Indoorkamera, wie bereits erwähnt, mit einer Gesichtserkennung ausgestattet. Allerdings muss die Welcome dafür natürlich in die Schule, um die „Lernphase“ für die Erkennung der Gesichter zu starten. Alle bereits durch eventuelle Tests und Bewegungen erkannten Masken, öhm Gesichter, musst du entsprechend näher definieren, um so die Wiedererkennung zu optimieren und vor allem einen falschen Alarm auszuschließen. Unbekannte Gesichter werden im Zeitstrahl des jeweiligen Tages angezeigt und können durch gedrücktes Halten auf dieses Gesicht näher eingegrenzt, einem bestehenden Profil hinzugefügt oder gelöscht werden.

Die Geschichte mit der Erkennung kannst du stets weiter verbessern. So ist es auch möglich Bilder aus deinen lokalen Fotogalerien hinzuzufügen. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass für eine wirklich effiziente  Erkennung wohl nach der Einstellung her, einige Fotos und Schnappschüsse notwendig sind. So eine „Lernphase“ kann allerdings durchaus mehrere Wochen andauern, bei mir allerdings muss ich sagen, klappt das auf Anhieb sehr gut. Einige Aufnahmen, vor allem in der Nacht müssen zwar noch zum Profil nachgetragen werden, aber die Erkennung klappt relativ zuverlässig.

In der App wird neben der Gesichtserkennung auch stets das aktuelle „Live“-Bild der Kamera eingeblendet. Allerdings ist dieses ein Standbild, um die aktuelle Situation bei dir Zuhause direkt sehen zu können musst du diese mit einem Klick auf Play starten. Was ich festgestellt habe, dass die Bilder schon mit einigen Sekunden Verzögerung dargestellt werden (angeblich 5-10 Sekunden, mir kam dieses irgendwie etwas länger vor). Naja. Die Qualität des Bildes muss ich sagen, ist doch wirklich sehr gut, allerdings ist dieses natürlich abhängig von deiner Internetverbindung. Somit werden bei ausschließlicher UMTS-Verbindung die Bilder sehr stark komprimiert und nicht wirklich ruckelfrei übertragen. Aber für einen kurzen Blick nach Hause reicht es völlig aus.

Wenn du in der Nacht aus der Ferne etwas über die Welcome sehen willst, musst du aber mit einigen Abstrichen rechnen. Hier hängt es natürlich an der gegebenen Beleuchtung ab, wie gut die Aufnahmen werden. Einige Gesichter werden sehr unscharf und schwach aufgezeichnet. Eine Erkennung ist, wie ich finde nur sehr begrenzt möglich. Es hängt natürlich davon ab, wo du die Kamera aufgestellt hast und welchen Zweck diese erfüllen soll, aber ich bin dazu übergegangen in der Nacht einfach die Aufnahme komplett zu beenden, Denn stets wenn ich an dieser Welcome vorbei laufe wird die Cam eingeschaltet und eine Aufnahme gestartet. Daraufhin ist meist eine neue Zuordnung des Gesichtes zu einem Profil notwendig. Aus diesem Grund schalte ich diese aus.

Wer noch mehr wissen will fragt dann einfach.


Das Video