Wie wird das Wetter heute, wie ist meine aktuelle Raumqualität? All diese Fragen kannst du mit der Wetterstation von Netatmo erfragen.  Netatmo Wetterstation- Einrichtung

Was dich erwartet

Die Wetterstation teilt sich in zwei Module, den Indoor- und den Outdoor-Sensor, wobei der größere Indoor-Sensor die Basis darstellt. Über diese Station erfolgt die komplette Einrichtung und Konfiguration der einzelnen Stationen. Die Wetterstation kannst du jederzeit um weitere Module für den Innenraum, sowie den Regen– und den Windsensor ergänzen. Die Wetterstation bzw. das Teilchen für die innenliegenden Räume ist ähnlich dem Healthy Home Coach, der im Prinzip eine verbesserte Variante dieser darstellt. Leider, da es sich bei der ganzen Geschichte um Gadgets handelt, die bereits seit zwei drei Jahren auf dem Markt verfügbar sind, haben diese noch keine Integration von irgendwelchen Funkstandards wie HomeKit oder Zigbee bzw. Z-Wave. Allerdings, wie ich bereits im Unboxing-Video erwähnt habe, besteht nun die Möglichkeit Alexa über einen entsprechenden Skill nach den aktuellen Werten der Wetterstation zu fragen.

Warten wir ab was die Zeit noch so bringen wird, Netatmo wird wohl doch einiges an neuen Geräten auf den Markt schmeissen, da bin ich mir sicher.

Was diese Wetterstation angeht, so kann ich sagen, dass die Einrichtung und Konfiguration selbst für nicht technischgeübte Menschen relativ simpel ist. Alles in allem wird bei der Auslieferung eher auf eine entsprechende Anleitung verzichtet und komplett auf die App von Netatmo für dein Smartphone verwiesen. Über diese werden die einzelnen Schritte entsprechend dir aufgezeigt.

Nachdem du die App flott aus dem jeweiligen Store geladen hast, und die App geöffnet hast, wird dir gleich die Frage um die Ohren gehauen, ob du Netatmo erlauben möchtest dir Mitteilungen zu zusenden. Da ich ja stets darüber informiert werden will, wie sich etwas in welcher Form auch immer verändert klicke ich schnell auf erlauben. Was ich grundsätzlich bei diesen Geschichten blöde finde, dass der User überhaupt gar nicht darüber informiert wird, welche Mitteilungen die jeweilige App einem zur Verfügung stellt und pauschal einfach nur nach dieser Erlaubnis gefragt wird. Hier sollten meiner Meinung nach die Hersteller nach anderen Lösungen suchen. Das gleiche gilt auch für die Standort-Ortung. Wenn die Frage nach dem „Erlauben“ aufkommt weiss der User gar nicht, wofür diese Ortung überhaupt notwendig ist, diese lässt sich zwar in gewisser Art und Weise ableiten, aber eine Erklärung fehlt gänzlich. Echt schon blöde sowas. Naja.

Der nächste Schritt führt dich auf die Startseite der App. Hier musst du, wie soll es anders sein, ein entsprechendes Konto bei bei Netatmo über die App anlegen, ausser du hast schon eins, natürlich. Hierfür musst du über die App auf den Button „Anmelden“ klicken. Dieses ist leider irgendwie leicht zu verwechseln mit dem Login, wie ich finde. Selbst bei einem bereits bestehenden Account klickst du schnell auf diesen Button und musst feststellen, dass dieser nur für die „Erstregistrierung“ gedacht ist. Finde ich nicht gerade sehr geschickt, hier sollte eher registrieren stehen und ein weiterer Button „zum Login“ sollte auftauchen. Der Text am unteren Rand ist da nicht gerade sehr praktisch wie ich finde.

Nach der ganzen Stromgeschichte fängt der Tannenbaum an zu leuchten und du darfst zum ersten Mal ihn betouchen. Drücke dafür auf der oberen Deckelseite auf die Touchfläche bis blaues Licht versprüht wird, öhm erscheint. Danach beginnt, das Teil mit dem Ladevorgang was auch immer das heißen mag. Ach ja und dieses wird dir auch noch in einem wundervollen platten Deutsch mitgeteilt „Ihre Station ist am Laden“. Bitte warten Sie“; vorzüglich finde ich das, der Satz müsste noch geändert werden in „Ihre Station ist am Laden dran, …“ hehe.

Wenn die ganze Laderei abgeschlossen ist darfst du Netatmo als ein Zubehör auswählen und stellst somit eine Verbindung zwischen deinem Smartphone und dem Modul her. Würd ich mal so behaupten, denn danach darfst du dir auf die Schulter klopfen das Gerät wurde erfolgreich hinzugefügt. Nun folgt noch die obligatorische Verbindung zu deinem heimischen WLAN und fertig ist die Maus, der erste Teil der Einrichtung der Wetterstation ist komplett durchgeführt.

Ach neee, sorry, es folgt noch die Konfiguration und eventuell ein Firmwareupdate. Aber keine Angst das klappt dann wirklich alles genial solo. Und erst danach darfst du dann dein geliebtes drahtloses Netzwerk mit diesem Zubehör teilen, schreckliche Frage.

Eins habe ich danach auch noch vergessen, du musst der Wetterstation natürlich noch einen passenden Namen vergeben und entsprechend taufen.

Nun will das zweite Modul, der Outdoor-Sensor seine Streicheleinheiten bekommen. Laut der Schritt für Schritt-Anleitung in der App sollst du die Batterien überprüfen bzw. diese einlegen. Hierfür darfst du den Boden abschrauben und den „inneren Kern“ aus der Alu-Hülle herausziehen. Wir wollen uns daran erinnern, dass dieses Teilchen mit Batterie läuft, aber wenn du dir dieses so näher betrachtest, kannst du keine direkte Öffnung dafür finden. Hier darfst du dann die beiden herausstehenden Schrauben in die Hand nehmen und entsprechend die Abdeckung des Batteriefaches öffnen. Leider hat nun der Hersteller uns nur gang ganz schwach auf dem Deckel verzeichnet wie rum die Batterien eingelegt werden sollen, dieses muss eindeutig klarer dargestellt werden, denn sonst passiert nach dem wieder zuschrauben rein gar nichts. Ist nicht so toll ständig am Rad zu drehen. Naja. Egal

Wenn du das dann endlich erledigt und den Mittelteil wieder in das Alu-Gehäuse versenkt hast, schaust du noch schnell auf die App und klickst dich in die nächsten Schritte rein. Ne nicht ganz, also du ziehst dir dann die kurzen Erklärbildchen rein, die dir zeigen, was du so damit anstellen kannst. Zum Schluss bleibt dir die übersichtliche Darstellung der aktuellen Wetterlage.

Auf dieser dargestellten Seite, die dir offenbart wird, stehen im oberen Bereich die Messinformationen des Outdoor-Modus, und es wird dir gleich die Möglichkeit geben entsprechend die weiteren Geräte wie Regen– und Windsensoren hinzuzufügen. Grundsätzlich kannst du um auf die nächste Seite eines Bereiches zu kommen einfach mit den Fingern zur Seite swipen oder auch die super kleinen Icons im Rand des Bereiches nutzen. Diese sind meiner Meinung nach aber wahrlich zu klein um gedrückt zu werden. Der untere Teil ist dann dem Innen-Modul mit seinen Sensoren gewidmet. Aber auch hier kannst du über einen Button gleich ein weiteres Modul hinzufügen. Direkt in der Mitte also quasi zwischen den beiden Informationsbereichen der Sensoren ist die Wettervorhersage aufgeführt. Mit einem Klick auf diese öffnet sich eine komplette Seite mit den aktuellen und den zukünftigen Wetterdaten. Wer also nicht im Regenstehen will, der kann sich hier entsprechend informieren lassen, aber nun denn kümmern wir uns erst einmal um die Einstellungsmöglichkeiten in der App.

Die Einstellungen

Die Einstellungen der App und die Möglichkeiten der Konfiguration der einzelnen Module kannst du wie immer über die drei Striche links oben erreichen. Eine neue Seite taucht auf auf der ganz unten der Punkt Einstellungen aufgeführt ist. Irgendwie nicht so toll wie ich finde, allerdings, denke ich mal, dass im oberen Bereich die Geräte aufgeführt werden, die du dann zu Hause eingerichtet hast, und um die Einstellungen dann besser zu finden, stehen diese als Menüpunkt am Schluss des Regenbogens. Hmm.

Ganz oben stehen deine bereits eingerichteten Module und Sensoren, aber auch hier kannst du direkt neue Geräte hinzufügen. In der Mitte stehen dir dann FAQ zur Verfügung um die meist gestellten Fragen der User der klar zu machen, ey du bist nicht alleine mit deinen Fragezeichen. Im Unteren Bereich gesellen sich dann die Geschichten deines Accounts hinzu. Was hier aber auch auftaucht ist die Geschichte mit den Masseinheiten. Also diesen Menüpunkt hätte ich eher entweder separiert gehabt oder entsprechend bei dem jeweiligen Modul. Also unter den Menüpunkt „Mein Konto“ hat dieses meiner Meinung nach nichts zu suchen. Und zum Schluß tauchen dann sogenannte Drittanbieter-Apps auf, also wenn du die eingerichtet hast, glaub ich. Bei mir steht auf jeden Fall Amazon Alexa. Aber wie gesagt ich denk, dass dieses nur auftaucht, wenn du dieses auch eingerichtet hast.

So das wäre nur mal kurz die Einstellungsseite. Wenn du dann zum Beispiel auf deine Wetterstation klickst kannst du die verschiedensten Informationen der Innen- und des Aussenmoduls sehen. Mal davon abgesehen, dass du für alles die jeweiligen Namen verändern kannst siehst du stets die entsprechende Funkqualtität und den Ladezustand. Ganz interessant ist es, dass du andere Personen zu deiner Wetterstation einladen, bzw. diese mit deinen vielen Freunden und Bekannten teilen kannst. Was an solch einer Geschichte sinnvolles sein soll, ist mir noch nicht klar. Warum muss jemand aus meinem persönlichen Umfeld wissen, wie warm es in meiner Butze ist, oder wie laut ich den Mucke aufgedreht habe, so dass der Sonometer des Indoor-Sensors ausschlägt? Hm. Also solche Dinge sind meiner Meinung nach völliger Blödsinn, aber egal, man muss dieses ja nicht mit anderen Teilen.

Sicherlich kannst du in den Einstellungen dann noch die Wi-Fi-Verbindung konfigurieren und die jeweiligen Geräte neu kalibrieren. Aber das Wichtigstes und wirklich nützlichste steht am A der Welt. Nämlich die personifizierten Meldungen.

Du hast die Möglichkeit die bereits von Netatmo eingerichteten automatischen Meldungen zu aktivieren und deaktivieren, die da zum Beispiel wären, dass du bei Unwetterwarnungen oder sehr hohen und niedrigen Messwerten eine entsprechende Mitteilung auf dein Smartphone geschickt bekommst. Aber und jetzt kommt es, kannst du auch eigene persönliche Notification für jeweils beide Sensoren erstellen. Zwar verzichtet hier Netatmo bei dem Indoor-Sensor auf die Übersetzung im Button aber mit einem Klick auf diesen kannst du deine Benachrichtigungen kreieren. Lass dich zum Beispiel über sehr eine individuelle hohe Innenraumtemperatur informieren. Also diese Geschichte finde ich wieder klasse gemacht.

Amazon Alexa

Mit der Sprachassistentin Alexa von Amazon hat Netatmo nun ebenfalls ein Skill kreiert mit dem du jetzt deine Wetterstation nach aktuellen Wetterdaten gezielt abfragen kannst. Wie bei allen Skills ist die Abfragen noch sehr holprig und ich finde nicht wirklich gut gelöst und ausgereift, du musst stets das Wort des Skills in deine Abfrage mit aufnehmen und kannst so zum Beispiel direkt fragen nach:

  • „Alexa, frage Netatmo wie ist die Luftqualität“

Aber du kannst dir nicht direkt alle Werte der Wetterstation nennen lassen und dieses finde ich nicht wirklich prickelnd, muss ich gestehen. Des Weiteren wird komischerweise bei diesem Skill die Abfrage bzw. das Ergebnis nicht auf der Startseite der Alexa-App angezeigt. Ob es sich hierbei um ein Bug handelt oder so gewollt ist, ist mir noch nicht klar.

Also wenn wir hier kurz ein Fazit zu Alexa und deren Möglichkeiten ziehen möchten, so kann ich sagen, dass dieses wirklich für mich nicht ausgereift ist und es sich im Moment eher weniger lohnt sein Geld in solche Sprachassistenten einzusetzen. Denn die vom User zu erwartenden Systeme wie Netatmo, Tado, Philips Hue, werden nicht wirklich funktional und individuell angesprochen. Der Nutzen ist hier nicht wirklich groß, wie ich finde. Viele Abfragen sind einfach umständlich, so dass man selber direkt wieder auf die jeweilige App zurückgreift. NAJA es entwickelt sich immer weiter, aber wir könnten schon viel weiter sein, wenn die Unternehmen sich auf eine Richtung einigen würden und nicht alle auf alle Züge aufspringen wollen würden. Somit wird nicht wirklich etwas vernünftig umgesetzt. Naja warten wir es mal weiter ab.


 Das Video