Die Indoorkamera von smartfrog macht äußerlich wirklich eine super Figur, aber was zählt sind ja die inneren Werte.  smartfrog Kamera – Einrichtung

Was dich erwartet

Nun denn, nach dem wir jetzt die Kamera von smartfrog ausgepackt und den ersten Eindruck gewonnen haben, wollen wir uns schnell an das Werbeversprechen auf der Verpackung erinnern. Da stand „Startklar in 5 Minuten“. Diesen Satz wollen wir mal überprüfen.

Und ich muss sagen, Wenn du dich brav an die Anleitung hälst, nicht vorher versuchst mitzudecken, dass zum Beispiel bevor du eine Verbindung mit der Kamera und der App aufbauen kannst, diese mit Strom versorgen musst; also wenn du dieses wirklich beiseite schiebst und die ersten Schritte so durchführst, na dann klappt es ungefähr mit den fünf Minuten. Ungefähr, deswegen, da der Hersteller den Registrierungsvorgang völlig weggelassen hat, ach ja mal ganz zu Schweigen von den Sekündchen für das Laden der App aus dem Store.

Nach dem ich also, wie schön im Video zu sehen ist, alles für den Anschluss der Kamera parat gelegt hatte, schaute ich noch mal in die Anleitung und war wirklich erstaunt, dass ich mich erst mal um die App kümmern musste. Also wie schon erwähnt schnell das Teilchen geladen und flott  neu registriert. Dieser Vorgang dauerte echt nicht lang, es wurden nicht wirklich viele Daten von mir verlangt. Ach nee, vorher musste ich ja noch sicherstellen, dass ich eine WLAN-Verbindung habe, das war schließlich der erste Anleitungspunkt. Also diesen finde ich, kann der Hersteller mal echt getrost bei Seite schieben und lieber die Registrierung mit in die Anleitung aufnehmen. Aber egal.

Nach dem Einloggen schlug mir gleich eine geforderte Bestätigung ins Gesicht, in der erwartet wurde, „ey akzeptiere für die reibungslose Nutzung geschwind, dass ich als App dir im Bedarfsfall auch entsprechende Nachrichten aufs Smartphone pushen darf“. Ey man, dachte ich, ist ja logisch, ich gewähre dir das mal, denn, wie soll ich sonst im Alarmfall darüber in Kenntnis gesetzt werden das die Hütte ausgeraubt wird, wenn die Meldungen im Jenseits meiner Einsicht schlummern. Also mal kurz gesagt, es poppt gleich nach dem Login eine Meldung auf, in der du der App erlauben sollst dir Mitteilungen zukommen zu lassen. Also bitte nicht verwechseln, auch wenn heute Valentinstag ist, es kommen keine Liebesbeweise, sondern Hinweise für einen Alarm.

So nach dem dann die ganze App-Geschichte fertig war und ich voll auf meinem WLAN funken konnte, sollte ich mich um die Verbindung und Einrichtung der Kamera kümmern. Dieses war der dritte Anleitungspunkt. Hier finde ich, hätte auch ein kurzer Hinweis erfolgen können, dass ich dafür erst mal das Hauptmenü über die drei Striche links oben in der App nutzen muss, um entsprechend zu diesem Menüpunkt zu gelangen. Besser wäre wohl, wenn direkt auf der sogenannten „Übersicht“ irgendwo ein Plus-Button zu finden wäre der signalisiert, ey hier kannste was hinzufügen, aber nö, dagegen, strahlte mich die Möglichkeit an, eine smartfrog zu bestellen. HMMM Naja. egal Karl. Als erfahrender ITler hab ich auch diese Krücke überwunden und konnte den Button „Smartfrog Cam verbinden“ entdecken und genüsslich das Connect(ding) starten.

Die nächsten Schritte waren der spannendere Teil, naja so lange man das Versorgen einer Kamera mit Strom als spannend beschreiben mag, aber es kam ja noch mehr dazu. Aber eins will ich ja noch mal sagen, es war wieder interessant, dass die Anschlusskabel nicht ordnungsgemäß den eigentlichen gedachten „Richtlinien“ entsprachen. Denn das Zeichen für USB auf dem Micro-USB-Stecker war nicht nach oben gerichtet, sondern nach unten. Und normalerweise soll dieses Zeichen dem Verbraucher signalisieren und als Orientierungshilfe dienen, um das Kabel direkt richtig herum einzustecken. Aber nur mal so kurz nebenbei, wird eh meist überhaupt nicht beachtet. EGAL.

Nach der Stromlieferung zeigte die smartfrog Kamera durch das Aufleuchten der grünen LED, Captain ich bin ready, Leinen los.

Bevor es dann noch zum richtig spannenden Teil kam, musste ich, wie soll es anders sein, es ist ja schließlich ein neues Kind im Hause Smart Home, der Kamera einen entsprechenden eindeutigen Namen vergeben und über die App eine WLAN-Verbindung starten. WARUM auch immer. Denn mein „Ego“phone hat ja eine WLAN-Verbindung. Also das finde ich immer sehr komisch. Aber egal. Puh wie oft ich egal sage. Egal. Ach ja, hatte ich schon mal erwähnt, also bei mir im Video ist auf dem Smartphone eine alternative Tastatur installiert (schwarze Tastatur), hierbei handelt es sich um die Gboard von Google, nettes kleines Teilchen. Lohnt sich mal auszuprobieren, gibt es natürlich auch für Android.

Sooo. Jetzt war die Kamera mal an der Reihe und ich durfte ihr ein in der App gezeigten QR-Code direkt vor die Linse halten, um entsprechend, so schätze ich dafür war der Vorgang gedacht, sich mit der App zu verbinden. War interessant, denn man wußte nicht wirklich in welchem Abstand muss ich das Smartphone vor die Kamera halten,und und und. Also hier könnte der Hersteller vielleicht eine kleine Hilfe geben. Besser fände ich es wenn es, wie bei etlichen Smart Home Gadgets der Fall ist (z.B. tado Heizkörperthermostate), die Kamera einen QR-Code hätte und ich diesen mit der App einscannen würde. Nur mal so als Tipp liebe smartfrog(s). Wäre nämlich doch praktischer. Über das Ergebnis der erfolgten Brüderschaft wurde ich dann nach einem kurzen Moment des Verweilen in der App informiert.

Mit dem Drücken des orangefarbenen Button „Kamera-Übersicht“ wurde ich begrüßt mit…, öhm Nichts. Also es war hier dargestellt, dass es wohl ein Vorschaubild geben würde, die Kamera bereit sei, ich eine Aufnahme starten könnte und und und. Aber darüber hinaus bekam ich erst mal nichts zu sehen. Ja, hmm, funktioniert jetzt meine Kamera? Muss sie hier nicht irgend etwas anzeigen? Hmm. Es stand da zwar Vorschaubild, aber dar war halt nichts. Ach Mensch dachte ich, klickste mal auf das Feld für das Live-Video, vielleicht muss ich das erst mal machen, und dann bekomme ich was zu sehen.

Tja ich wurde wieder überrascht. Mit dem Tipp auf die Fläche öffnete sich ein Mitteilungsfenster, in dem ich gleich eine Aufnahme starten sollte, um ein Live-Bild zu bekommen. Öhm warum das, bitte. Ich will nichts aufnehmen, ich will nur live in mein Reich blicken. Mehr nicht. Aber ok, naiv wie ich bin, drückte ich da eben mal drauf und siehe da, es kreiselt und kreiselt und … Endlich hatte ich ein Bild. Ups, was war das. Das Bild war ja irgendwie auf der Seite gelandet, obwohl die Kamera aufrecht auf zwei Beinen, ne einem Standfuss stand. Was hatte ich nicht bedacht?

Genau, das Kameramodul selber, denn dieses kannst du du komplett drehen und ein Bild mit der richtigen Perspektive einrichten Also oben ist da wo auch oben ist, und das bekommst du dann hin, wenn du das Teilchen dann so drehst, dass das Kabel nach unten zeigt. Leider ist dieses hier nirgends erwähnt, liebe smartfrog, ein kleiner Hinweis für die richtige Positionierung wäre nicht schlecht.

In der Zwischenzeit, nach dem ich wieder auf die Übersichtsseite gewechselt hatte, wurde mir auch ein Vorschaubild angezeigt, aber leider blieb es nicht lange. So bald die Kamera keine Aufnahme durchführte und nur auf „Bereit“ stand, wurde mir nichts mehr angezeigt. Hm. Sehr merkwürdig wie ich finde. Also die Aufnahme-Geschichte um ein Live-Bild und eine Vorschau zu erhaschen ist mir völlig ein Rätsel und nicht einleuchtend. Irgendwann hatte ich es dann aber auch geschafft ein vernünftiges Bild in richtiger Perspektive mir anzeigen zu lassen.

Die Bildqualität der Übertragung war wirklich klasse, alles wurde super klar und deutlich dargestellt. Allerdings hatte auch diese Kamera eine leichte Verzögerung wie die von Gigaset elements, allerdings nicht so gravierend, so, dass dieses doch zu verschmerzen ist.

Die Funktionen

Kommen wir jetzt mal zu den Einstellungsmöglichkeiten und dem Funktionsumfang. Die Kamera bietet dir da wirklich vieles. Der erste Punkt, den ich mir bereits im Unboxing-Bericht gewünscht hatte, erfüllte sich auch zu gleich. Du kannst wirklich die LED Beleuchtung, das „Status Licht“ aus- und einschalten. Finde ich schon mal wirklich super klasse. Des Weiteren war ich begeistert, dass du manuel darüber entscheiden kannst, die Bewegungs- und Geräuscherkennung zu aktivieren bzw. zu deaktiveren. Unabhängig von der Empfindlichkeit der Sensoren. Die Alarmierung lies sich sehr schön auf die Bedürfnisse einstellen. Soll bei Bewegung Alarm geschlagen werden, bei irgend einem nicht nachvollziehbaren Geräusch oder bei der Offline-Schaltung?  Hm. Gute Frage, hier hast du die Qual der Wahl und kannst selber entscheiden. Was auch sehr interessant ist, ist die Frage zu welcher Zeit der Alarm aktiviert werden soll. So kannst du nach deinem Gusto Zeitpläne für die Alarmierung hinterlegen.

Eine weitere sehr gute Geschichte ist, das Geofence-Teilchen. Hier kannst du die Ortung deines Smartphones dazu nutzen entsprechend Alarme automatisch ein- und ausschalten zu lassen. Also Respekt würde ich mal sagen. Im Anschluß kannst du noch die Videoqualität näher bestimmen und deklarieren, ob nicht nur der Einbrecher im Bild dargestellt werden soll, sonder auch sein Fluchen über die entsprechende Aufnahme mit aufgezeichnet werden soll. Daumen hoch.

Aber jetzt kommen wir zum ganz großen Problem, wie ich finde zum Casus knacksus. Diese tollen oben gerade erwähnten Funktionen sind alle wertlos wenn ….

… da nicht die Verbindungsabbrüche wären. Denn das von mir vermeintlich als Drehsymbol deklarierte Zeichen war natürlich ein Zeichen für die Aktualisierung. Und nun wußte ich auch warum, dieses auftauchte. Denn die Kamera verlor immer wieder, und dieses wirklich bis zu letzt, die Verbindung. Ich konnte einfach nicht auf die Kamera zugreifen, geschweige denn irgend ein Bild erhaschen. Mal zeigte sie ein Bild, ich konnte eine Aufnahme starten und mal nicht. Ich kann es mir noch nicht erklären, wo hier wirklich das Problem liegt. Verliert die Cam die Verbindung zur App oder doch eher zum Server von smartfrog, hmm. Über dieses Problem hatte ich bereits mehrfach im Netz gelesen, welches mich im Umkehrschluss auch wirklich dazu veranlasste, die ganze Geschichte wieder zu deaktiveren und ab zum Absender zuschicken (geht morgen wieder raus). Eine Kamera die derartige Probleme mit der Aufrechterhaltung der Connectivity hat, ist für mich nicht zu gebrauchen.


Fazit

Die Kamera selber ist wirklich eine schicke Gadget mit einem ordentlichen Stand, wenn man diese nicht zu weit in der Neigung verändert, denn es ist doch sehr kopflastig und kippt bei falschem Winkel sehr schnell um. Sehr gut finde ich das variable zu verstellende Kameramodul. Allerdings ist hier zu beachten, dass für eine richtige perspektivisch dargestellte Aufnahme der Anschluss des Micro-USB-Kabels nach unten zeigen müsste.

Ach ja, da fällt mir noch ein. Gut wäre wenn irgendwie das Kabel dann im Fuß verankert werden könnte (einclippsen oder so). Was das Modul noch mal angeht so kann man überlegen, ob es wirklich Sinn macht, hier ein entsprechende Drehfunktion anzubringen. Die einzige klare Überlegung wäre, wenn die Kamera an der Decke befestigt werden und nach unten zeigen würde. Aber ich denke das ist eher selten der Fall.

Die Verarbeitung der Kamera ist wirklich ordentlich durchgeführt und macht einen sehr guten Eindruck. Die Funktionen sind wirklich klasse und erfüllen jegliches „Beobachter“-Herz. Genial wäre es, wenn die Kamera noch irgend einen Funkstandard, wie Zigbee, Z-Wave oder gar HomeKit unterstützen würde, damit die Kamera noch zum Beispiel mit Bewegungssensoren gekoppelt werden könnte.

Ups völlig vergessen, habe ich die Frage nach dem Abo und ob dieses für die Nutzung der Kamera nötig ist. Also für das Betreiben des Glubschauges ist, soweit ich festgestellt habe, ein Abo nicht erforderlich. Allerdings hast du dann keine Möglichkeit irgendwelche Aufnahmen zu speichern und dir im Bedarfsfall anzeigen zu lassen. Also hier wird entsprechend versucht mit Geld zu verdienen. Dieses wäre auch nicht so das Problem wie ich finde, allerdings wenn dafür auch die Verbindungsstabilität gewährleistet wäre.

Ob die Aufnahme auf einer separaten SD-Karte (wegen dem Karten-Slot, der meiner Meinung nach einer war) möglich ist oder nicht, habe ich nicht mehr getestet. Denn der Einsatz der Kamera war mit den erheblichen Abbrüchen beendet.

So jetzt schau dir noch brav das Video an und entscheide selber ob diese Kamera für dich nützlich und eine gute Alternative zu den anderen Geräten auf dem Markt ist.


 Das Video