Ist Smart Home das Wohnen von Morgen oder nur ne Spielerei?

Was ist Smart Home? Kann ich es essen? Bringt es mich weiter? Kann es fliegen? Ist es nur ne Spielerei? smarte Welt

Fragen über Fragen. All dat könnte ich euch beantworten, aber dafür hab ich hier nicht den Blog geschaffen. Sicherlich ist es vorteilhaft sich mit de Zeugs von de Technik auseinander zusetzen, sicherlich könnte ich euch erst ma nen Monolog darüber halten, was Smart Home is und wat et allet so kann. ABER dat is der falsche Platz meine Leutz. Dafür gibbet zahlreiche andere Seiten im Netz, da müsst ihr einfach mal in de Wühltisch des iNet kramen. Mein kleines Schmuckstück an Blog soll euch nur meine Erfahrungen und Eindrücke verschiedenster Produkte aus dem neuen modernen und zukunftsorientiertem Segment der menschlichen Entwicklung aufzeigen.

Ach ja kleine Anekdoten, also im Auszug, und meine als so geschätzten geistigen Ergüsse, werde ich natürlicherweise irgendwo und immer wieder mal mit einbringen. Aber der Fokus liegt auf dat Testen von de Dingers auser smarten Welt von Morgen mit de Nutzung von HomeKit, dem Standard von Apple.

Die Idee

Der Grundgedanke bei Smart Home ist wahrlich erstrebenswert und echt beeindruckend. Im Vordergrund dieser neuen technologischen Entwicklung steht die Erhöhung des Wohn- und Lebensraumkomforts, sowie der umwelt- und kostenbewußte Umgang mit Energie. Durch den gezielten Einsatz von „smarter“ Sicherheitstechnik soll ein Gefühl der Geborgenheit mit individueller Zugangskontrolle geschaffen werden. Smarte Haushaltsgeräte sollen die alltäglichen Verrichtungen in den eigenen Vierwänden zu einem Erlebnis werden lassen. Also die Frau kriegste dann nicht mehr auser Küche. Dat Feeling is großartig. Der Kühlschrank schreit ich bin leer und geht mal eben alleine shoppen, der Ofen sacht deiner geliebten „Haushaltshilfe„, hehe, dat Futter is fertig und vieles weiter wo von du träumst.

Die Entwicklung in dem Bereich Internet of Things schreitet sehr schnell voran. Der Gesundheits- und Fitnessbereich erfährt eine völlig neue Bedeutung und wird in den kompletten Tagesablauf integriert. Et is chick über seine körperliche Verfassung informiert zu sein, mit anderen Menschen darüber zu schnacken und die erreichten Ergebnisse der breiten Masse aufm Silbertablett zu präsentieren.

Die Hersteller

Allerdings, ist vor allem im Smart Home Bereich zu sehen, dat teilweise blinder Aktionismus der Hersteller herrscht und der Nebel allet vedunkelt. Denn et is zu erkennen, dat de Entwicklers vonne Produktschmieden sich darauf fokussieren, so schnell wie möglich irgendwelche Smart Home Tools auf de Markt zu schmeißen ohne dat diese ausgereift sind bzw. das Produktportfolio reiflich überdacht wurde. Vielen Gadget ist anzumerken, dat´se auf der Schnelle entstanden sind und sich die Tüftler keine richtigen Gedankens über die Nutzung und Funktionsmöglichkeiten gemacht haben. Sie wollen einfach erst ma nur mitspielen. Jeder will sein Stöckchen finden, sich festbeißen und nicht mehr loslassen. Dabei werden die Bedürfnisse der Verbraucher völlig ausser ‚Neun‘ gelassen.

Die Hersteller haben Ideen, wat´se tun wollen, aber ob die Mehrheit von uns dat auch wünscht is ma dahin gestellt. Selbstverständliche Ausstattungsmerkmale und Funktionen werden der Einfachheit halber weggelassen. So ist festzustellen, dass von zahlreichen Verbrauchern es zum Beispiel gewünscht wird unterschiedlichste Produkte des gleichen Herstellers beziehen und miteinander kombinieren zu können. Gadgets anderer Hersteller oder Funktionsbereiche sollten sich direkt mit den vorhandenen Geräten verbinden lassen. Aber dat is nicht die Reality, weisse.

Ein Beispiel

Et ist festzustellen, dat zum Beispiel für die Wohnraumüberwachung Tür- und Fensterkontakte in Massen entwickelt werden, aber die meisten Hersteller dabei vergessen, dat zu einer vernünftigen Überwachung einige andere Aspekte mit berücksichtigt werden müssten. So fehlen meistens in den Portfolios dieser Unternehmen Sensoren und Geräte, wie smarte Rauchmelder, Co2-Melder, und Wasserstandsmelder, die z.B. ein Überlaufen von Wasser direkt melden. Et steht wohl eher so fest wie´n Fels inne Brandung, dat dieser gleiche Hersteller Funksteckdosen oder Heizungssteuer-Elemente entwickelt. Warum sollte man sich auch auf andere Produkte und notwendige Gerätschaften eines Bereiches konzentrieren. Wir werden letztendlich allein gelassen und müssen uns für z.B. die Wohnraumüberwachung mit unterschiedlichsten Herstellern anfreunden. Man kann schon froh sein, wenn diese Produkte den gleichen  Funkstandard (z.B. Z-Wave, ZigBee oder HomeKit) aufweisen.

Die Optik

Ein sehr schönes Thema wird von den meisten Unternehmen völlig ignoriert. Und zwar die Optik dieser Smart Home Produkte. Vielen Herstellern ist es völlig latte, wie diese Gadgets aussehen, soll sich der Kunde doch damit zufriedenstellen, ein smartes Produkt in den Händen halten zu können. Wat is schon Optik. ABER, liebe Produktentwickler, die meisten dieser Tools befinden sich im direkten Blickfeld der Bewohner und eventueller Besucher der heimischen Gefilde. Also wenn ihr schon etwas entwickelt, dann sollte es nicht aussehen, wie ein roter Fleck an der weissen Wand. Es sollte sich direkt in die entsprechende Wohnungseinrichtung integrieren lassen und als eine sinnvolle und harmonische Ergänzung verstanden werden können. Es soll kein störendes Etwas sein. Die Ästhetik spielt hierbei eine große Rolle. Die meisten dieser Gerätschaften wie Thermostate, Heizungssteuer-Elemente, Alarmsirenen sehen aus, wie vor zwanzig Jahren. Aber ok, modern ist immer eine Sache des Betrachters. Alt kann auch wieder chick sein, siehe de Birkenstocks.

Ein großartiger Designer der mittelalterlich wirkenden Produkte ist unter anderem dass eher im Low Segment tätige Unternehmen eQ3, aber auch andere Top-Marken machen hier wahrlich keine gute Figur. Aber dafür bietet der Hersteller eine sehr große Palette an Produkten an, und ist sogar Kooperationspartner diverser großer Konzerne wie z.B. Telekom.. Diese bieten mit ihren eigenen Smart Home Systeme die Basis für verschiedenste Produkte eines bestimmten Standards an. Telekom ist da zum Beispiel mit seinem System QVICON sehr breit aufgestellt. Ansehnlichere Produkte als die von eQ3 sind fast immer nur im Bereich des Apple Standards HomeKit zu finden, aber dafür ist die Produktauswahl hier wahrlich sehr dünn. Hier stechen vor allem Produkte von Elgato und Netatmo ausser Meute heraus.

Der Nutzen – Einseitig

Et is mit Schrecken festzustellen,  dass z.B. Tür-Fenster-Kontakte für Alarmsysteme bis lang nur zur Überwachung und Sicherung von Wohnraum eingesetzt wird, aber keine Möglichkeit besteht diese in ein Smart Home System mit einzubinden. Also ich spreche natürlich von den für den  „normalen“ Verbraucher, der seine Pinunsel zusammenhalten muss aber auf nen bisken Smart Home nicht verzichten will. In der Oberklasse gibet bestimmt andere Wege, um sein Reich sichern und steuern zu können.

Im Bereich der Wohnraumüberwachung spielt unter anderem der Festnetztelefonanbieter Siemens Gigaset eine größere Rolle. Dieser hat eine Serie Gigaset Elements auf den Markt geschmissen. Dabei handelt es sich nicht um eine Alarmanlage, fallse dat meins. Dat sagt der Hersteller ausdrücklich. Aber dazu dann bald mehr in meinen Berichten und Videos zu Gigaset Elements.

Durch eine Einbindung solch eines Systems könnten somit auch andere smarte Gadgets wie Heinzungsregler und Thermostate mit einander verbunden werden. Wenne zum Bleistift, der unfreundliche Einbrecher dat Fenster knackt und aufdrückt, könnte nen Alarm anne Smpartphone gesendet und gleichzeitig die Heizung runter gedreht werden. Denn et is ja offen, und warum sollte der fremde Lackaffe es sich bei mir kuschelig machen, soll´er doch nen kalten A… kriegen. Wenn ich bald schon nix mehr inne Bude stehen hab, brauch ich ja nicht Energie inne Luft verpulvern. Die Basisstation vonne Gigaset Elements protokolliert dat Janzen und sendet über ne Kammera in de Ecke im Wohnzimmer dat Live-Bild vonne hässlichen Fratze det ungeliebten Gastest mir aufe Smartphone.

Sicherlich ist dieses allet grundsätzlich mit de Tür-Fenster-Kontakten technisch gesehen möglich. Also quasi allet mit einander vernetzt. Vestehste? ABER nöööö. Kannste knicken. Dat Dingen von Gigaset kannste nur mit deren System als Wohnraumüberwachungssystem nutzen, allet andere funzt nicht. Stimmt nicht, ne Kamera kannste noch anschließen, aber die geht dann nicht mit de Smart Home.

Der Nutzen – Zweiseitig

Genauso umgekehrt, isset derzeit so, dat dat Tür-Fenster-Teil für Smart Home Systeme fast ausschließlich sich nur für die Übermittlung eines bestimmten Status anne Basis benutzen lässt, ohne wirklich sicherheitsrelevante Aspekte zu berücksichtigen. Manchmal kannste noch ne Szene machen und z.B. wenne Hitze vonne 30 Grad inne Bude has, dir sacht, ey hömma, willste nich ma dat Glasteil mit de Rahmen öffnen? Jo, denkste öffne ich dat und siehe da, die Heizung regelt nach unten. Ach ja, fast vergessen. Die meisten dieser Sensoren übermitteln keine Push-Nachrichten an entsprechende mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet, nö du mußt drauf gucken und inne App lesen; ob die Tür offen is. Dat ne Meldung über Gerüttel anne Tür oder so dir direkt mitgeteilt wird, kannste mit den Teilen vergessen, allerdings geht dat wieder mit de Gigaset Elements. Aber dazu mehr inne Bericht über die Gadgets.

Für all die aufgezählten Situationen müsstet ihr jetzt unendlich viele Produkte kaufen und so z.B. einen Tür-Fenster-Kontaktsensor für de Smart Home und ein Tür-Fenster-Kontakt für die Alarmanlage oder dat Wohnraumüberwachungsystem anne gleichen Türe oder dat Fenster kleben. Dat gleiche gilt natürlich auch für die Kammeras oder Bewegungsmelder, etc.  inne Wohnung. Eine würde dir quasi für de Sicherheit inne Ecke hängen, und die andere um über dat Smart Home System gesteuert zu werden. Ach ja, dann kommt noch dat Dingen, wenne son kleinen Nachwuchs im Kinderzimmer liegen hast, und sehen willst ob et auch schnaubt. Hier setzte dann meist noch ne spezielle Cam oder nen Babytelefon ein. Also allet doppelt und dreifach anschaffen und nix miteinander binden.

Entscheidung

Juchhu, ich darf zahlreiche Portale, Apps und Geräte für ein und die selbe Funktionalität nutzen. Klasse liebe Hersteller. Ihr denkt wahrlich mit und macht et mir einfach. Ach ja, sorry, ihr wollt ja auch wat verkaufen. Viele Hersteller vergessen einfach sich über solche Dinge Gedanken zu machen, oder ignorieren solche nützlichen Dinge und lassen den Verbrauchers völlig im Regen stehen.

Also wenne dat hier so liest kannste ja dir selber darüber nachdenken, ob es sich wirklich lohnt in de Smart Home Bereich einzusteigen, oder nicht. Für dich werde ich natürlich weiter am Ball bleiben und schön weiter viele Produkte hoffen testen zu können. Berichte und Videos werden dir dann hier natürlich aufn Hals gedrückt. Smart Home ist wirklich eine wunderschöne Sache, aber wie bereits erwähnt, hat es noch etliche Tücken. Die Hersteller sollten sich mal überlegen, watse wirklich wollen und entsprechend zusammen überlegen, welche Alternativen sie haben, es dem Verbraucher so einfach wie es möglich zu machen und gleichzeitig aber weiterhin viel Schotter zu verdienen. Nur Mut ihr schafft das. Gerne unterstützen wir Verbraucher euch.

Mehr über die „smarten Produkte“ erfährst du in meinem Bericht „Smarte Geräte“.